Giegold sagt das V-Wort

Sven Giegold hat das V-Wort in den Mund genommen bzw. wohl sein Mitarbeiter Peter Alberts in Düsseldorf – siehe seine Webseite vom 18.01.2011, die ich vorsichtshalber auch mal als screenshot abgespeichert habe. Das ist jetzt Verleumdung pur statt einfacher Buchführung und vertrauensvollem Umgang mit Steuergeld: wer ihm vorrechnet, wieviel Steuergeld und Volksvermögen er in Europa verschleudern, mit dem Helikopter verteilen möchte (Helikopter-Ben kann die Dollars einfach drucken, Helikopter-Sven nimmt sie von uns), den bezichtigt er mehr oder weniger deutlich der braunen Denke. Nur: diesmal geht es nicht um Kriegsreparationen, diesmal geht es um unverantwortlichen Umgang mit Steuergeldern und Schuldenmachen in Athen, Lissabon, Madrid und Rom. Und: wir sind eh schon die größten Nettozahler und Bürgen bei den verschiedenen Euro-Rettungs-Mechanismen. Wer dann irgendwo kurz vor dem Abgrund „halt“ sagt, wird einfach mit dem V-Wort weitergetrieben. Da werden die Rollenverteilungen und die wahren Ziele, ob sie absichtlich oder im Mainstream treibend angesteuert werden, offensichtlich.

Ich bin bei den GRÜNEN – aber deshalb möchte ich doch nicht deutsche Steuergelder über Europa verteilen? Wer will mich hier zu was zwingen?

Nachtrag: der Mitarbeiter von Sven Giegold empfiehlt mir „Mit dem Vorwurf der Verleumdung wäre ich an Deiner Stelle etwas vorsichtiger. Sowieso könntest Du mal polemisch abrüsten, meinst Du nicht?“. Das allerdings ist eine Verkehrung der Tatsachen.

Meine Antwort in seinen Kommentaren: „Ich fühle mich verleumdet, wenn die, die gegen weitere deutsche Zahlungen nach Europa in Fässer ohne Boden und in Hauptstädte ohne Verantwortung sind, einer “Versailles-Mentalität” bezichtigt werden. Damit ist nicht Keynes gemeint, dem die ZEIT-Autorin (13/2006) in einer Besprechung seines Versailles-Buches “Unmut über den vernichtenden karthagischen Frieden” attestiert. Mit “Versailles-Mentalität” ist die braune Argumentation gemeint, die versprach, die Deutschen von diesem Diktat zu befreien. Und in diese Schublade möchte ich mich nicht stecken lassen!“

Wer muß also abrüsten? Und wie groß muß die Panik in Brüssel und Straßburg sein, daß ein friedlicher Grüner das V-Wort benutzt?

Wo ist die grüne Basisdemokratie? Warum gab es über die D-Mark-Abschaffung keine Volksabstimmung? Gestern in der FAZ:  Allensbach hat herausgefunden,“… dass alle großen Grundsatzentscheidungen der europäischen Einigung der letzten 20 Jahre gegen den Willen der deutschen Bevölkerung durchgesetzt wurden: Die Einführung des Euro, die Aufnahme der neuen Mitgliedsländer in Ostmitteleuropa, die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei – dies alles wurde von den Deutschen mit sehr deutlichen Mehrheiten abgelehnt.“

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2 Antworten zu “Giegold sagt das V-Wort

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