50 Jahre Mauer – Danke, Wolf Biermann!

Morgen jährt sich der Bau der Mauer zum 50ten Mal, was Presse und Politik natürlich feiern. Schön deutlich Wolf Biermann über die Linken-Vorsitzende Gesine Lötzsch heute in der FAZ: „Sich selbst mit ihrer Partei aus der Schuld herauszulügen, die geschichtlich auf diesen Leuten lastet. Das sind ja die Erben der DDR-Nomenklatura, und zwar finanziell und politisch und moralisch, genauer gesagt, unmoralisch. Es ist dieses verkommene Pack, das uns jahrzehntelang in der DDR unterdrückt hat, und natürlich tun die alles, um ein Geschichtsbild zu basteln, wo sie mit blauem Auge davonkommen und nicht mit Kopf ab“.

Man kann auch nicht anders als dem CSU-General Dobrindt recht geben, wenn der sagt: „Wenn heute Politiker der Linkspartei den Mauerbau als „zwingende Notwendigkeit“ bezeichnen, ist das blanker Zynismus und eine Verhöhnung der Opfer von Mauer und Stacheldraht.“ Daß er die Linke deshalb verbieten will, ist natürlich nicht so ganz ernst gemeint.

Wenn jedoch der Wessi-SPD-MP von MVP Sellering über die DDR immer noch meint, „dass die DDR kein Unrechtsstaat gewesen sei“, dann ist er mindestens so „durchgeknallt“, wie er das dem CSU’ler vorwirft. Sellering möchte wiedergewählt werden und schielt auf die Linke als möglichen Koalitionspartner, wenn  er das auch auf Bundesebene völlig ausschließt.

Die Linken haben mit dem 13. August eine schöne Chance, der geschichtlichen Realität ins Auge zu sehen und uns das Ergebnis mitzuteilen. Das wird entscheiden, ob sie hier wählbar sind oder werden, dann hätte auch der Verfassungsschutz kein Interesse mehr. Daß es  so schwer sein soll, daß eine (Gefängnis-)Mauer eine (Gefängnis-)Mauer ist und kein „Schutzwall“? Die westdeutschen WASG-Anteile der Linken haben hier fast die Pflicht, sich innerhalb der Linken durchzusetzen, wir sind gespannt. Was sagt Uli Maurer zur Mauer?

Die FAZ schreibt im selben Artikel „In einem Papier von Anhängern der Antikapitalistischen Linken heißt es, dass der Mauerbau für die damalige DDR-Führung „ohne vernünftige Alternative“ gewesen sei.“ Das ist fast lustig, weil es an Merkels „alternativlos“ bei der Euro-Rettung erinnert. Ob Angies Euro-Rettung auch ’89 – ’61 = 28 Jahre hält?

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