Monatsarchiv: Dezember 2011

Nach der Volksabstimmung: taktischer Rückzug vor der Kriminalisierung. Helden zurück in die Deckung. Brief an die Parkschützer

Die Volksabstimmung ist verloren, aber was ist das schon? Es gab so viele Siege zu feiern: der 30. September war eine verheerende Niederlage für Mappus, Grube und die Polizei, die Schlichtung war ein Riesenerfolg für die politische Kultur, die Landtagswahl, ein S21-Gegner als Verkehrsminister, gestern schon wieder ein Baustopp, käferbedingt, „es droht ein Dauerkonflikt“, schreibt SPON.

Und jetzt? Jetzt liegt der Ball bei der Bahn und v.a. bei der SPD, stellt sie doch den Finanz- und den Innenminister. Freund Nils Schmid wird sein Kostendebakel erleben und ihre Zuerst-dafür-dann-auch-dagegen-Position soll die SPD noch so richtig teuer zu stehen kommen. Und es wird ein SPD-Innenminister sein (wie heißt der eigentlich?), der die Göppinger und andere Schlägertrupps zur Durchsetzung eines Wahnsinnsprojektes auf harmlose Bürger hetzen und verheizen muß. Um dann, wie in Wackersdorf oder Mutlangen oder oder oder als die Gelackmeierten dazustehen, weil der VEBA-Chef Bennigsen-Foerder (Wackersdorf) oder die große Weltpolitik (Mutlangen) den Stein des Anstoßes weggerollt haben.

Meine Euro-Wette geht so, daß uns die Staatsfinanzen so um die Ohren fliegen werden, daß Merkel, Schäuble, Grube & Co. wie jetzt in Ungarn einige VorgängerRegierungen möglicherweise noch wg. Untreue im Amt oder noch schlimmerem drankommen. Ich glaube nicht, daß die in den nächsten Jahren so mit Milliarden um sich werden werfen können wie bisher. Ich wette keine 5 Euro, daß dieses Wahnsinnsprojekt so fertiggebaut wird, wie die sich das vorstellen. Wir werden ganz andere Sorgen haben.

Meine Sorge gilt den Parkschützern, die sich selbst als die Spitze des Widerstands sehen, die sich möglicherweise auch als die sehen, die die braven Bürger erst auf die Straße gebracht haben. Und die jetzt, nach dieser Volksabstimmungs-Farce (Quorum, Informationspolitik, Waffenungleichheit bzgl. der finanziellen Ressourcen, Ausstiegs-Kosten-Lüge und andere Lügen) möglicherweise meinen, es käme jetzt allein auf ihre Durchhalte- und Leidensfähigkeit an, um das Projekt doch noch zu verhindern.

Wir sind uns einig: im Grunde ist es ein Krieg, den Kapital, Korruption, Steuerverschwender und Größenwahnsinnige, Schneller-Höher-Weiter-Fetischisten gegen Natur, Bürger, Bildung und Soziales führen, unstrittig. Nur: zur Kunst der Kriegsführung gehört  auch der verlustarme, rechtzeitige Rückzug auf Linien, die man halten kann. Das Buch „Die Kunst des Krieges“, das der chinesische General Sun Tzu vor über 2000 Jahren schrieb, dürfen auch wir lesen und da steht unter anderem:  führe nur Kriege, von denen du ganz sicher bist, daß du gewinnen wirst. Der Rückzug der  Israelis vom Sinai nach 1967 Weiterlesen

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