Der perfekte Samstagmorgen: Bäcker, Zeitung, Garten, Radtour. ESM-Artikel und Leserbriefe

Warum immer selber Blog-Artikel schreiben? Drei schöne Leserbriefe im GEA bringen mehr Klarheit als Glaubenssätze,  Absichtserklärungen und Wunschvorstellungen von Politiker(innen). „Die Euro-Dämmerung hat schon begonnen“ (hier): „der spanische Krisenherd ‚vorerst‘ unter Kontrolle. Der vorerst veranschlagte Kapitalbedarf von 100 Milliarden Euro bildet nur die Oberfläche. In Wirklichkeit liegen die demnächst fälligen Schulden in der Größenordnung von 1 Billion Euro. … Im April 2012 hatten die spanischen Banken einen Total Assets von 4,181 Billionen Euro in ihren Büchern. Spanien befindet sich in einem Desaster.“ Die Politiker(innen) haben wohl Gründe, uns dies nicht alles zu erzählen – ob diese Gründe a) gut für uns sind und b) irgendwas aufhalten?

Und der „Drache ESM“ (hier): „Mit dem ESM startet die Eurozone in den parlamentarisch nur minimal und nur eingeschränkt kontrollierten Schuldenstaat. Wenn die ‚Firma‘ dann pleite ist, haften die Gesellschafter unbeschränkt“. Warum kontern unsere MdBs diese Feststellungen nicht? Am Do. abend war meine einzige gestellte Frage an Frau Müller-Gemmeke (BMG), ob sie die 60 Seiten ESM gelesen hat; die Antwort war ausführlich, aber nicht so, daß ich jetzt weiß, ob sie gelesen hat oder nicht: was die Frage solle, ob wir wüssten, wieviel Vorlagen und Texte sie bekämen usw. usf..

Bleiben also zwei Möglichkeiten: a) sie hat es gelesen und kontert diesen Leserbrief nicht – dann geben die 60 Seiten ESM-Vertrag keine Argumente gegen die Leserbehauptungen her. Oder b) sie hat ihn doch nicht gelesen (weil sie sonst so viel zu lesen hat), dann ist es auch klug, nichts zu sagen.

Nach den GEA-Leserbriefen (und einem kurzen Blick im Reutlingen-Teil, ob zu der Grünen-Veranstaltung am Do was kommt, war aber nix, über wieviele Hasenzüchter-Ehrungen schreiben die und für sowas haben die keine Zeit und keinen Platz?) der Blick in FAZ, im Eilgang durch Teil 1 und Leserbriefe, dann die Wirtschaftsseite mit dem Steltzner-Kommentar „Zombiebanken der EZB“: „So werden die Risiken und Kosten der Spekulationsblase am spanischen Häusermarkt über die EZB-Bilanz sozialisiert, während Boni-Banker der Zombiebanken ihre Gewinne einstreichen. Die IWF-Chefin Lagarde findet in Frankfurt Gehör: kreative und erfindungsreiche Geldpolitik.“  Den ausführlicheren Kommentar „Menetekel Bankenunion“ muß ich jetzt noch lesen, können Sie hier, ist noch nicht online.

Beck und Kober versuchen es mit Herbert Wehners Weisheit „nicht mal ignorieren“; BMG macht immerhin zwei Veranstaltungen in 9 Monaten im Wahlkreis, wo ein Raiffeisenbanker von seiner Zeit im Landtag erzählt und ein paar Makro-Daten der Bundesbank powerpointet: ob das reicht?

Jetzt schreitet der Samstag voran: Städtle, Gärtle, Siesta, dann körperliche Ertüchtigung: ein schönes Wochenende wünscht

Ihr Hansjörg Schrade

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