Schlagwort-Archive: Euro

Europa aus der Krise führen – Veranstaltung der Grünen mit Beate Müller-Gemmeke, MdB und Eugen Schlachter Vorstandsvorsitzender Raiffeisenbank Dellmensingen, Grüner Ex-MdL

Nur die Grünen informieren in Reutlingen zur Eurorettung: nach der Veranstaltung im Oktober 2011 mit Gerhard Schick kommt jetzt ein anderer Finanzexperte der Grünen nach Reutlingen – von CDU (Beck) und FDP (Kober) gab es seit einem Jahr keine öffentliche Bürgerinformation in und um Reutlingen!

Schon in der Einladung geht es „alternativlos“ zur Sache:  „warum und wie der Euro gerettet werden muss“. Für alternativloses Müssen (bei Schmidt in der Nachrüstungsdebatte hieß das „Sachzwang“) brauchen wir keine Diskussionen, aber auch keine Oppositionsparteien mehr.  Bevor es dazu kommt, sollten wir der MdB und dem Finanzexperten doch noch ein paar Fragen stellen, Weiterlesen

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Ohne Euro wäre mehr Europa – «Der Euro ist eine politische List epochalen Ausmasses»

Im Deutschen Museum gibt es eine schöne Versuchsanordnung zum Thema Winkel- und Umlaufgeschwindigkeit sowie Bewegungsenergie. Ein Drehteller, darauf steht das Versuchs“tier“, es hat Hanteln in den ausgestreckten Händen und wird in Drehung versetzt. Wenn das Versuchstier nun die Hände zum Körper zur Mitte herzieht, erhöht sich die Drehzahl, weil die Hanteln ihre Geschwindigkeit beibehalten möchten. Irgendwann wird es dem Mensch in der Mitte zu schnell und wenn er nicht genau in der Mitte bleibt, würde es ihn tangential vom Drehteller schleudern. Für mich ein Bild dafür, daß mit immer noch mehr Zentralismus der Laden irgendwann auseinanderfliegt.

Einen ähnlichen Vergleich zieht Michael Martens in seinem FAZ-Beitrag über Deutschland „In der Falle“: „Damit es am Ende nicht heißt: Bleibt der Euro, scheitert Europa. Für das Zusammenleben der Europäer gilt nämlich die alte Handwerkerweisheit, laut der man Schrauben nicht mit übermäßiger Gewalt festziehen dürfe. Denn nach fest kommt ab.“

Wann das sein wird? Wer weiß das? Sicher ist: mit Griechenrettungen, EFSF und seiner Aufstockung und jetzt dem ESM wird die Schraube immer stärker angezogen. Die Hebelkraft, die die Schraube abknallen wird, Weiterlesen

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Drei MdB’s – eine Antwort

m 29.08. schrieb ich per Mail an alle drei Reutlinger MdB’s, ob sie schon eine Position zur damals noch für den 23.09. (also auf dem Höhepunkt des Papstbesuchs) geplanten ESFS-Abstimmung hätten – mittlerweile wurde die Abstimmung ja auf kommenden Donnerstag, den 29.09. verschoben. Nachdem ich eine Woche nichts hörte, keine Eingangsbestätigung, gar nix, veröffentlichte ich den Brief am 05.09. auf meinem Blog als Offenen Brief.

Am 12.09. erhielt ich eine persönlich gehaltene Antwort von Beate Müller-Gemmeke, Weiterlesen

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Frau Merkel macht sich da leider etwas berühmt – schönes Interview im DLF heute morgen – Bofinger: Wirtschaftsweiser oder Gutmensch?

Das Interview (hier) mit dem Schweizer Buchautor und Finanzfachmann René Zeyer heute morgen im DLF ist es wert, nicht vergessen zu werden.

Man darf ja nie vergessen, dass nicht der Franken zu stark ist, sondern dass der Euro schwächelt, kränkelt oder vielleicht sogar schon auf dem Todeslager liegt.Weiterlesen

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Warum noch bloggen, die Zweite: Kommentare lesen

Die aktuelle Krise wird ihre politischen Auswirkungen haben, auch politisch sind die ruhigen Fahrwasser vorbei, da wird es schwierig, Richtung zu erkennen und zu halten.  Was alles brodelt und Wellen erzeugt kann man jedoch erkennen: die Kommentarfunktion bei entsprechenden Artikeln gibt erste Eindrücke.

Man nehme einen pointierten, um nicht zu sagen populistischen Artikel oder einen Bericht über ein solches Verhalten und lese dann die Kommentare. Zwei solche Artikel aus der jüngsten Zeit sind Weiterlesen

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30% in 3 Jahren – warum noch bloggen? Verdienen wir an Griechenland?

Am 20.07.2011 gab es im Deutschlandfunk eine schöne Diskussion mit Teltschik, Verheugen und einem Prof. Karl-Otto Lenz (ehem. Generalanwalt am Europ. Gerichtshof) zur Eurokrise am Vorabend des (mal wieder) Brüsseler Gipfels. Jo Leinen, heute für die SPD im EP, früher mal Wortführer des BBU (Bund Bürgerinitiativen Umweltschutz, Anfang der 80er) durfte auch mitdiskutieren.

Zum Glück habe ich die mp3-Datei kurz nach der Sendung abgespeichert (die Webspace-Erweiterung bei wordpress muß ich erst noch buchen, dann gibt es die mp3-Datei hier – besser: ich lade die mp3 auf youtube hoch und verlinke dann, in ein paar Tagen)(Nachtrag am 02.09.: dank dem kostenlosen und ohne Anmeldung – Hoster namens file-upload.net gibt es die 20-MB-mp3 hier), heute gibt es sie beim dlf nicht mehr zum download. Das ist 42 min Geschwalle, v.a. von Verheugen, den Leuten Sand-in-die-Augen-streuen. Vor dem Verheugen muß man Angst haben, von dem Teltschik glaubt man, daß er Kaliber hat und viiiel mehr weiß, als er rausläßt, der Jo Leinen scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben. Der Teltschik hat Körper wie ein zigJahre alter Bordeaux, der immer noch Steigerungspotential hat, Jo Leinen bleibt flach wie ein billiger Müller-Thurgau, den man besser schon vor 3 Jahren zum Kochen genommen hätte. Der Verheugen ist reines, süßliches Glykol, wäre die Flasche nur zugeblieben und gleich dem Staatsanwalt übergeben worden wg. Untreue im Amt.

Man muß sich diese 42 Minuten mp3 nicht antun, auch wenn sie sehr erhellend sind. Kürzer geht es mit diesem Klartext-Artikel Weiterlesen

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Euro-Schuldenkrise – das Rauschen wird unüberhörbar – Giegold im EU-Parlament redet von Kapitalflucht

„Viele Angeordnete saßen nicht im Straßburger Plenum, als es dort um die europäische Schuldenkrise ging.“ So beginnt der FAZ-Artikel über die Sitzung des EU-Parlaments zur Euro-Schuldenkrise am 10. oder 11. Mai. „Aus den großen Kreditgeberländern war wenig zu hören. Als einziger Deutscher sprach der Grüne Sven Giegold, der von Kommissar Rehn unter anderem wissen wollte, was davon zu halten sei, dass die Europäische Zentralbank in der Krise Verbindlichkeiten von mehr als 400 Milliarden Euro angehäuft hat, und was getan werden könne, damit die Sanierung nicht nur die Schwächsten treffe, sondern auch die Starken herangezogen werden. Eine Antwort erhielt er nicht.“

Der Redebeitrag von Giegold ist im Protokoll wie auch in einem Videomitschnit festgehalten (aus dem Protokoll des EU-Parlaments, der tatsächliche Beitrag als youtube-Video hier) (Hervorhebungen Fettdruck von mir)

Sven Giegold,  im  Namen der  Verts/ALE-Fraktion. –  Herr  Präsident,  lieber Herr Kommissar  Barnier,  liebe  Kolleginnen und Kollegen! Die Frage der Bankenstresstests ist deshalb so entscheidend und wird von den Bürgerinnen und Bürgern so kritisch beobachtet, weil die Banken im Zentrum dieser Krise stehen. Sie haben hohe Geldbeträge investiert, ohne auf die Risiken  zu  schauen,  und  damit  in  einigen  Mitgliedstaaten,  die  jetzt  im  Zentrum  dieser  Krise  stehen,  Immobilienblasen ausgelöst.  Das,  was  immer  für  unmöglich  gehalten  wurde,  nämlich  dass  die  Märkte  es  schlechter  wissen  als  viele Beobachter von außen, ist eingetreten, die Märkte haben sich jetzt gründlich geirrt. Man sieht, die Banken – die die Krise ausgelöst haben – waren in der Krise nicht in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Jetzt  sieht  man  auch,  dass  sich  im  Abschwung  zusätzlich  die  Staatsverschuldung  massiv  erhöht  hat,  einmal  durch  die Kosten der Bankenrettung und die Garantien, aber noch mehr durch die Kosten des Abschwungs. Deshalb ist die zentrale Frage  jetzt:  Werden  aus  dieser  Krise  der  Banken  ernsthafte  Konsequenzen  gezogen?  Es  ist  aber  nicht  nur  so,  dass  die Banken  in  der  Vergangenheit  die  Verantwortung  hatten,  sondern  darüber  hinaus  funktionieren  die  Märkte  immer  noch nicht richtig.

Auf  den  Konten  des  Europäischen  Zentralbanksystems  und  des  Zahlungsverkehrssystems  TARGET2  sind  inzwischen 427 Milliarden  Euro  an  offenen  Forderungen  zwischen  den  Zentralbanken  aufgelaufen,  weil  das  System  zwischen  den Zentralbanken für die nichtfunktionierenden Märkte eingesprungen ist.

Wegen der Schwäche  im  Bankensystem  trauen wir uns nicht, Weiterlesen

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