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S21 – so kann man es auch sehen

Relativ kühl und damit gnädig kommentierte ein Kunde und S21-Aktivist meinen letzten Blog-Artikel. Als Gegendarstellung schickte er mir einen (bisher unveröffentlichten) Leserbrief zu diesem Interview mit dem S21-Projektleiter in der Stuttgarter Zeitung, den ich hier gerne wiedergebe, da diese Aktivisten viel stärker in die Materie eingetaucht sind als ich, einfach besser Bescheid wissen über den Skandal, der mit diesem Projekt passiert:

Stuttgarter Zeitung Lokalredaktion
lokales@stz.zgs.de

Sehr geehrte Redaktion,

Ich bitte Sie um Veröffentlichung des  folgenden Leserbriefes:                

S 21: „Wir erhalten sehr viel Zuspruch“, Interview mit Stefan Penn, Projektleiter der Bahn für S 21
Das mag Stefan Penn, S 21 Projektleiter so sehen. Doch eine wirkliche Legitimation hat S 21 auch  nach der Volksabstimmung (VA) nicht. Bei der VA hat S 21 nicht gleichberechtigt neben der Alternative Ausbau Kopfbahnhof zur Auswahl gestanden, wie die ganzen 17 Jahre zuvor nicht. Statt dessen standen angebliche Ausstiegskosten von 1,5 Mrd. Euro im Vordergrund. Eine Umfrage des SWR hatte ergeben, dass selbst bei den Gegnern eines Ausstiegs nur eine Minderheit von dem Projekt S 21 überzeugt ist. Ein großer Teil hat nur wegen der 1,5 Mrd. für S 21 gestimmt. OB Schuster und etliche seiner CDU-Kollegen im Land durften ungestraft die Erpressung mit der Falschaussage von den 1,5 Mrd., als Amtsmitteilung deklariert und von Steuergeldern bezahlt, in alle Haushalte tragen. Funktioniert so Demokratie?
Ein weiteres Betrugsmanöver lief beim Stresstest: Ein unabhängiges Gutachten, nachzulesen bei Wikireal.org, brachte den Nachweis, dass in der Spitzenstunde bei S21 maximal 38 Züge möglich sind, der jetzige Kopfbahnhof jedoch 56 Züge bewältigen kann. S21 ist eben Rückbau statt Ausbau. Dieses Gutachten wurde von der Regierung Kretschmann unter dem Deckel gehalten, Weiterlesen

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Nach der Volksabstimmung: taktischer Rückzug vor der Kriminalisierung. Helden zurück in die Deckung. Brief an die Parkschützer

Die Volksabstimmung ist verloren, aber was ist das schon? Es gab so viele Siege zu feiern: der 30. September war eine verheerende Niederlage für Mappus, Grube und die Polizei, die Schlichtung war ein Riesenerfolg für die politische Kultur, die Landtagswahl, ein S21-Gegner als Verkehrsminister, gestern schon wieder ein Baustopp, käferbedingt, „es droht ein Dauerkonflikt“, schreibt SPON.

Und jetzt? Jetzt liegt der Ball bei der Bahn und v.a. bei der SPD, stellt sie doch den Finanz- und den Innenminister. Freund Nils Schmid wird sein Kostendebakel erleben und ihre Zuerst-dafür-dann-auch-dagegen-Position soll die SPD noch so richtig teuer zu stehen kommen. Und es wird ein SPD-Innenminister sein (wie heißt der eigentlich?), der die Göppinger und andere Schlägertrupps zur Durchsetzung eines Wahnsinnsprojektes auf harmlose Bürger hetzen und verheizen muß. Um dann, wie in Wackersdorf oder Mutlangen oder oder oder als die Gelackmeierten dazustehen, weil der VEBA-Chef Bennigsen-Foerder (Wackersdorf) oder die große Weltpolitik (Mutlangen) den Stein des Anstoßes weggerollt haben.

Meine Euro-Wette geht so, daß uns die Staatsfinanzen so um die Ohren fliegen werden, daß Merkel, Schäuble, Grube & Co. wie jetzt in Ungarn einige VorgängerRegierungen möglicherweise noch wg. Untreue im Amt oder noch schlimmerem drankommen. Ich glaube nicht, daß die in den nächsten Jahren so mit Milliarden um sich werden werfen können wie bisher. Ich wette keine 5 Euro, daß dieses Wahnsinnsprojekt so fertiggebaut wird, wie die sich das vorstellen. Wir werden ganz andere Sorgen haben.

Meine Sorge gilt den Parkschützern, die sich selbst als die Spitze des Widerstands sehen, die sich möglicherweise auch als die sehen, die die braven Bürger erst auf die Straße gebracht haben. Und die jetzt, nach dieser Volksabstimmungs-Farce (Quorum, Informationspolitik, Waffenungleichheit bzgl. der finanziellen Ressourcen, Ausstiegs-Kosten-Lüge und andere Lügen) möglicherweise meinen, es käme jetzt allein auf ihre Durchhalte- und Leidensfähigkeit an, um das Projekt doch noch zu verhindern.

Wir sind uns einig: im Grunde ist es ein Krieg, den Kapital, Korruption, Steuerverschwender und Größenwahnsinnige, Schneller-Höher-Weiter-Fetischisten gegen Natur, Bürger, Bildung und Soziales führen, unstrittig. Nur: zur Kunst der Kriegsführung gehört  auch der verlustarme, rechtzeitige Rückzug auf Linien, die man halten kann. Das Buch „Die Kunst des Krieges“, das der chinesische General Sun Tzu vor über 2000 Jahren schrieb, dürfen auch wir lesen und da steht unter anderem:  führe nur Kriege, von denen du ganz sicher bist, daß du gewinnen wirst. Der Rückzug der  Israelis vom Sinai nach 1967 Weiterlesen

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Leserbriefe – ein Überblick – der Hebel – von der Leyen vs. Schröder – S21 – Busspur Bismarckstraße Reutlingen: der Fortschritt ist unaufhaltsam

Mindestens so interessant wie der redaktionelle Teil einer Zeitung sind für mich die Leserbriefe, hier ein paar aktuelle Beispiele:

mit Ramsauers Testballon- oder Ablenkungsmanöver-Thema „Helmpflicht für Radfahrer“ setzen sich zwei LB’s im GEA auseinander, danach dürfte das Thema erledigt sein „Typisches Stammtisch-Thema“ und noch einer.

Was uns die Politiker zur EFSF-Hebelung sagen, ist das eine, wenn ein Professor für Bankrecht von der Uni Köln dazu was sagt, hat das für mich mehr Gewicht: „Selbsttäuschung oder Täuschung?“ (hier). „Jetzt muß man sagen, dass der Hebel das Risiko multipliziert und die Gesamtsumme größtenteils vernichten wird. Das wird der Wähler nicht verzeihen. Der Bundestag Weiterlesen

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Warum noch bloggen, die Zweite: Kommentare lesen

Die aktuelle Krise wird ihre politischen Auswirkungen haben, auch politisch sind die ruhigen Fahrwasser vorbei, da wird es schwierig, Richtung zu erkennen und zu halten.  Was alles brodelt und Wellen erzeugt kann man jedoch erkennen: die Kommentarfunktion bei entsprechenden Artikeln gibt erste Eindrücke.

Man nehme einen pointierten, um nicht zu sagen populistischen Artikel oder einen Bericht über ein solches Verhalten und lese dann die Kommentare. Zwei solche Artikel aus der jüngsten Zeit sind Weiterlesen

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Agents provocateurs der Polizei bei S21

Diverse Videos bei youtube zeigen einen Raufbold, der von friedliebenden Demonstranten am Weitermachen gehindert wird; beim Gerangel zeigt sich, daß er eine Waffe unter der Zivilkleidung trägt – ein B…. olizist.

Das perfide Spiel mit agents provocateurs, die den friedlichen Protest diskreditieren sollen, passte zur Regierung Mappus (und vielen anderen  davor). Nach diesen Videos ist der neue SPD-Innenminister seinem Ministerpräsidenten eine Erklärung schuldig.

Hier die Videos (1, 2) – danke der Stuttgarter Zeitung für den Bericht. Andere Blogger finden eine deutlichere Sprache: „Agent Provocateur enttarnt – Anklage wegen versuchtem Totschlag für Enttarner“. Die Webseite „Bei Abriss Aufstand“ der Parkschützer wird zur Pflichtlektüre.

Die „einfachen, netten“ Polizisten haben ein Problem, wenn der Ruf der Polizei so zum Repressionsapparat versaut wird. Die GdP ist gefordert. Weiterlesen

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