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Fragen zur Schuldenkrise? Die Grünen laden ein, Gerhard Schick MdB, der Finanzfachmann kommt. Do., 06.10., 19 Uhr, Uhlandshöhe

Diese Einladung muß ich weitergeben, unbedingt: offenbar recht kurzfristig hat unsere MdB, Beate Müller-Gemmeke, es geschafft, den finanzpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion, Dr. Gerhard Schick, nach Reutlingen zu bekommen. Der offensichtlich ein Hobby hat, das mir sehr nahe ist, „Singen und Kirchenmusik“ nennt er auf einer Webseite und es gibt ein Bild, auf dem er an der ältesten Orgel der Welt spielt. Fachlich werden die Gemeinsamkeiten eher geringer sein, ich freue mich auf eine kontroverse Situation.

Jetzt oder nie – am Donnerstag gibt es die Gelegenheit alle Fragen an den Fachpolitiker für Finanzen Gerhard Schick zu stellen Weiterlesen

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Klarer Blick oder starr vor Schreck? Unsere MdB Beate Müller-Gemmeke hat „geöffnete Augen“ – sind wir Spielfiguren in einem „klassisch linken Projekt“?

In einem kleinen Leserbrief-Duell antwortet unsere MdB auf einen Leserbrief vom 14.05. zum Dauer-Thema Griechen-Rettung „Unheilvolle Symbiose von Politik und Banken“ von Holger-Andreas Elsner aus RT-Betzingen.

In einem früheren Leserbrief zeigt sich Herr Elsner auch als Frank Schäffler-Fan, dem FDP-MdB, der am profiliertesten gegen die verschiedenen „Rettungsschirme“ argumentierte. Elsner stellt fest, daß die Griechen- und Euro-Rettung v.a. zur Rettung der Banken (und Versicherungen) dient, die groß in griechischen Staatsanleihen investiert sind und bei einer „Umschuldung“ (etwas deutlicher auch „hair-cut“ genannt) auf einen großen Teil ihrer Forderungen verzichten müssten. Hier im Blog weiter unten wird noch eine Ursache genannt, warum Politiker gegen „Umschuldungen“ sind: Sven Giegold nennt im Europäischen Parlament über 400 Mrd offene Forderungen zwischen den Zentralbanken („im Eurosystem nicht vorgesehenen Verbindlichkeiten“), die dann auch leiden würden – unser Währungssystem wäre wohl in ernster Gefahr. Nur: diese Gefahr besteht schon jetzt real und es gibt nur sehr wenige Politiker, die das erkennen und uns ehrlicherweise sagen – ob unsere MdB Müller-Gemmeke es nur nicht sagt oder auch nicht erkennt?

Sie verteidigt ihre Zustimmung zum Rettungspaket für Griechenland: sie hätte „nicht einfach abgenickt“ – ja was dann? Weiterlesen

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Euro-Schuldenkrise – das Rauschen wird unüberhörbar – Giegold im EU-Parlament redet von Kapitalflucht

„Viele Angeordnete saßen nicht im Straßburger Plenum, als es dort um die europäische Schuldenkrise ging.“ So beginnt der FAZ-Artikel über die Sitzung des EU-Parlaments zur Euro-Schuldenkrise am 10. oder 11. Mai. „Aus den großen Kreditgeberländern war wenig zu hören. Als einziger Deutscher sprach der Grüne Sven Giegold, der von Kommissar Rehn unter anderem wissen wollte, was davon zu halten sei, dass die Europäische Zentralbank in der Krise Verbindlichkeiten von mehr als 400 Milliarden Euro angehäuft hat, und was getan werden könne, damit die Sanierung nicht nur die Schwächsten treffe, sondern auch die Starken herangezogen werden. Eine Antwort erhielt er nicht.“

Der Redebeitrag von Giegold ist im Protokoll wie auch in einem Videomitschnit festgehalten (aus dem Protokoll des EU-Parlaments, der tatsächliche Beitrag als youtube-Video hier) (Hervorhebungen Fettdruck von mir)

Sven Giegold,  im  Namen der  Verts/ALE-Fraktion. –  Herr  Präsident,  lieber Herr Kommissar  Barnier,  liebe  Kolleginnen und Kollegen! Die Frage der Bankenstresstests ist deshalb so entscheidend und wird von den Bürgerinnen und Bürgern so kritisch beobachtet, weil die Banken im Zentrum dieser Krise stehen. Sie haben hohe Geldbeträge investiert, ohne auf die Risiken  zu  schauen,  und  damit  in  einigen  Mitgliedstaaten,  die  jetzt  im  Zentrum  dieser  Krise  stehen,  Immobilienblasen ausgelöst.  Das,  was  immer  für  unmöglich  gehalten  wurde,  nämlich  dass  die  Märkte  es  schlechter  wissen  als  viele Beobachter von außen, ist eingetreten, die Märkte haben sich jetzt gründlich geirrt. Man sieht, die Banken – die die Krise ausgelöst haben – waren in der Krise nicht in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu fällen. Jetzt  sieht  man  auch,  dass  sich  im  Abschwung  zusätzlich  die  Staatsverschuldung  massiv  erhöht  hat,  einmal  durch  die Kosten der Bankenrettung und die Garantien, aber noch mehr durch die Kosten des Abschwungs. Deshalb ist die zentrale Frage  jetzt:  Werden  aus  dieser  Krise  der  Banken  ernsthafte  Konsequenzen  gezogen?  Es  ist  aber  nicht  nur  so,  dass  die Banken  in  der  Vergangenheit  die  Verantwortung  hatten,  sondern  darüber  hinaus  funktionieren  die  Märkte  immer  noch nicht richtig.

Auf  den  Konten  des  Europäischen  Zentralbanksystems  und  des  Zahlungsverkehrssystems  TARGET2  sind  inzwischen 427 Milliarden  Euro  an  offenen  Forderungen  zwischen  den  Zentralbanken  aufgelaufen,  weil  das  System  zwischen  den Zentralbanken für die nichtfunktionierenden Märkte eingesprungen ist.

Wegen der Schwäche  im  Bankensystem  trauen wir uns nicht, Weiterlesen

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Die Euro-Schuldenkrise – wem soll man noch glauben?

Mein Parteifreund Gerhard Schick, der als Parteilinker und Dr. der Ökonomie finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion ist, bekennt sich hier im FOCUS-Interview zur Transferunion, zu Eurobonds (das ist gemeinsame europäische Schuldenaufnahme), damit zu höheren Zinsen für die deutschen Staatsschulden und zu EU-Steuern nach Brüssel, damit zu höheren Steuern für alle. Zwar schlägt er vor, dafür die „Mitgliedsbeiträge“ (klingt so harmlos wie ein Vereinsbeitrag) der Staaten nach Brüssel fallen zu lassen, aber das muß man auch erst mal glauben, daß Brüssel auf ein Geld verzichtet.

Da er als finanzpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion die offizielle Parteilinie vertritt, ist das die Position der GRÜNEN insgesamt zur Euro-Krise – mehr Schulden, mehr Steuern, mehr Macht nach Brüssel, mehr Transfers von deutschen Steuern (Arbeitnehmern) nach Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien – das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen, Weiterlesen

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