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2011 Rekordsteuereinnahmen 570 Mrd € – Bofinger will mehr. Nachtrag Buffet und Weissgarnix

Der Wirtschaftsweise Bofinger vergleicht in einem SPON-Artikel Steuerquoten und Verschuldung verschiedener Länder aufgrund OECD-Daten: die am höchsten verschuldeten Länder haben die niedrigsten Steuern im Vergleich; bei einer Steuerquote wie Deutschland oder (etw. höher) der Durchschnitt der Eurozone hätten USA, Japan und Spanien einen positiven Haushalt – selbst die USA mit ihrem riesigen Militärhaushalt.

Gleichzeitig erzielen wir in Deutschland immer neue Rekordsteuereinnahmen, nach dem bisherigen Rekordjahr 2008 dieses Jahr voraussichtlich 570 Mrd € (siehe hier).

SpiegelOECDSteuerquoteStaatsverschuldung

Da stellen sich mehrere Fragen:

  • wenn die USA, Japan und Spanien bei deutschen Steuersätzen einen positiven Haushalt hätten – warum schaffen wir es dann nicht? Wir haben offenbar ein Ausgabenproblem
  • warum möchte der Wirtschaftsweise bei einem All-Time-High von Steuern noch mehr? Und einen Lastenausgleich (Belastung aller Vermögen wie nach dem Krieg) noch dazu? Hatten wir einen Krieg, den ich übersehen habe?
  • Woher nimmt er den Glauben, daß ein Staat mit einer international hohen Steuerquote und absolut sehr hohen Steuereinnahmen bei noch höheren Steuern mehr Haushaltsdisziplin aufbringen würde?

Aus der Übersicht wird klar, daß Deutschland nicht an der Spitze der Steuer- und Abgabenlast in Europa, aber doch weit vor USA-Japan-Spanien liegt, in % der Wirtschaftsleistung. Da Deutschland jedoch mit Abstand die größte und leistungsfähigste Volkswirtschaft der EU ist, ist es Spitzenreiter in absolutem Steueraufkommen. Es ist nicht einzusehen, Weiterlesen

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Sven Giegold: „Wenn alle sparen, ist man hinterher unnötig ärmer“

Unsere zwei Finanzstürmer auf dem linken Flügel spielen sich die Bälle nun täglich zu – nach der grünen Vermögensabgabe von Gerhard Schick gestern will heute Sven Giegold, der grüne Europaabgeordnete, Portugal retten. Mit erstaunlichen Einsichten, Keynes hat das logische Denken doch sehr verändert: im Interview mit dem Deutschlandfunk heute morgen bringt er auf der Höhe des Spannungsbogens den Satz „Wenn alle sparen, ist man hinterher unnötig ärmer“ (siehe Deutschlandfunk-Skript) – und solchen Leuten sollen wir unser Steuergeld anvertrauen!

Der Ifo-Chef Sinn, im Handelsblatt heute, ist da schon näher am gesunden Menschenverstand „Wir würden uns damit immer tiefer in eine Haftungsgemeinschaft hineinbegeben.“, sagt er zu Barroso, der den „Rettungsschirm“ weiter vergrößern möchte. Denn, so Sinn:  „Als bei der Euro-Einführung die Zinsen gesenkt wurden, haben die Länder ja auch nicht gespart, sondern ganz im Gegenteil noch mehr Schulden gemacht.“

Immerhin ist Giegold so ehrlich „Wir sind ja längst eine Transferunion Weiterlesen

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