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Grüne Rezepte gegen Schulden – noch mehr Schulden – Vermögensabgabe – niedrige Zinsen für alle – Hollande hofft nach seiner Wahl auf “ein Ende der Politik der Sparsamkeit”

Der Finanzexperte der Grünen im Bundestag, Schick, Ende April im Handelsblatt will „eine neue Strategie zur Rettung angeschlagener Eurostaaten“. Wie sehen seine Rezepte aus? Ganz einfach: noch mehr Schulden.

Schon seine Analyse ist zu hinterfragen: Die Renditen für spanische Staatsanleihen sind trotz Fiskalpakt zwischenzeitlich über die kritische Schwelle von sechs Prozent angestiegen. Überraschen kann diese Zuspitzung nur, wer dem Märchen der konservativen Politiker aufgesessen ist, das Problem in Europa seien unverantwortlich hohe Staatsausgaben und es könne mit einer Schuldenbremse nach dem Vorbild Deutschlands gelöst werden. Spanien hatte am Ausgangspunkt der Krise 2007 eine geringe Staatsverschuldung von 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.“

Und wie berechnet sich das BIP? Natürlich fließt die völlig aus dem Ruder gelaufene Bautätigkeit ins BIP ein, ein paar Fakten, nicht von Schick: „In Deutschland etwa sind die Immobilienpreise zwischen 1985 und 2006 um 11 Prozent gesunken; in Spanien haben sie sich im selben Zeitraum verdreifacht. Noch 2006 wurde mit dem Bau von fast 800.000 Wohnungen begonnen, mehr als in Deutschland, Frankreich und Italien zusammen.“ (FAZ im Januar 2012 hier) – 800.000 Wohnungen z.B. à 150 T€, das sind 120 Mrd € allein in 2006 – bei einem BIP von 1.088 Mrd in 2008 (Zeitraum stimmt also nicht ganz) 11% des BIP (Daten von der dt.-span. Handelskammer) als komplette Fehl-Allokation, wenn man annimmt, daß auch schon vor 2006 weit über Bedarf produziert wurde, also die Neubauten des Jahres 2006 völlig überflüssig waren. Eine gute Gesamtübersicht liefert wikipedia (hier).

Schick stellt die Spanier also als Opfer dar, Weiterlesen

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FAZ-Steltzner: Angriff auf das Sparbuch

Der FAZ-Mitherausgeber Steltzner wird in einem Kommentar deutlich: „Wirtschaftliche Fakten kümmern die Rettungseuropäer so wenig wie EU-Verträge. Deshalb sollen Euroländer, die gut wirtschaften, für die zahlen, die Schulden machen. Sie nennen es „Rettung“, wenn überschuldete Länder noch mehr Kredit bekommen. Die in Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien munter weiter wachsenden Ausgaben und Staatsdefizite verkaufen sie als Sparkurs.“

Den Rest des kurzen Kommentars lesen Sie bei Interesse bitte selbst. Ob unsere MdB’s wissen, wie schlecht die Stimmung im Land ist? Dank Internet könnten sie sich in Echtzeit informieren, hier eine kleine Auswahl aus den Online-Leserkommentaren zum FAZ-Artikel:

  • Wahrscheinlich wird es wohl des großen Zusammenbruchs bedürfen, eh‘ unsere Rettungskomiker merken, welchen unsäglichen Blödsinn sie uns zugemutet haben. Könnte allerdings sein, dass sie das dann immer noch auf die >bösen< Spekulanten schieben.
  • Ich höre schon das Gelächter, frenetisch, in gewissen Kreisen unserer „europäischen Freunde“, wenn dem deutschen Michel auch noch das Ersparte weggenommen wird, während Italiener, Griechen und anderes Volk selbstverständlich ihre Sparguthaben BEHALTEN. Weiterlesen

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